Kunst, Weltkritik und Lebensmittelpolitik

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Story I Kap.3

Langsam stand ich auf. Der Boden war aus Holz und eine Kerze brannte in der Nähe. Ich sah mich um und sah, dass ich mich in einer kleinen Hütte befand.
Plötzlich ging knarrend die Tür auf und ich kniff die Augen vor dem grellen Sonnenlicht zu. Ich verbarg mein Gesicht in meinen Händen. Ich hatte zierliche kleine Hände. Die Tür ging wieder zu. "Entschuldige bitte ich hätte anklopfen sollen. Ich dachte mir schon, dass du inzwischen wach bist." sagte eine Stimme die ahnen lies, dass der Körper dazu schon recht alt war. Ich hob langsam den Kopf und sollte mit meiner Vermutung recht behalten. Ein alter Mann stand vor mir. "Du musst hunger haben! Hätte ich in deinem Fall auch!" Er ging zu einem kleinen Tisch mit zwei Stühlen in der Ecke und packte den Korb aus den er bei sich trug. Ich fühlte einen Schmerz in der Magengegend und sah verdutzt an die Stelle wo der Schmerz her kam. "Das nennt man hunger!" sagte der Alte und winkte mich heran. An der Seite fiel mir eine Bewegung auf. Es war ich, die an einem Spiegel vorbei gegangen war. Mein Haar stand mir wild um den Kopf in wirren Korkenzieherlocken und war Rabenschwarz. Meine Haut hatte einen Ockerfarbenden Ton. Meine Augen waren grün wie Jade. Mein Körper war kurvenreich und gleichzeitig stark gebaut. Andere würden meinen ich sei zierlich und stark. Es wollte nichts so recht zu einander passen. Ich legte den Kopf schräg und versuchte mich zu begreifen. "Wenn du da noch länger stehst wird das Essen kalt." klagte der Alte und ich spürte meinen Bauch. Ich entschied mich zu gehorchen und setzte mich mit an den Tisch. Vor mir lag ein geräucherter Fisch mit einer grünen Beilage die ich nicht kannte. Ich nahm das Werkzeug neben meinem Teller mit den vier Zacken daran und versuchte mein Essen darauf zu schieben. Immer kurz vor dem Mund fiel es hinunter und das Fleisch des Fisches zerbröselte immer mehr. Der Alte schüttelte den Kopf. Er nickte in Richtung seiner Hände und ich verstand, dasss ich zu gucken sollte. Ich sollte das Messer nehmen und das Essen mit darauf schieben. Jetzt gelange es mir besser. Ich hielt das Piecksdingens gerader und ich bekam etwas in den Mund. Das Fleisch war weich und leicht salzig. Angenehm wie es mir schien. "Schmeckt es?" fragte der Alte vorsichtig. "Das letzte mal als eine von euch kam, da zerschmetterte sie meine gesamte Inneneinrichtung weil es sich dabei um einen Fisch hielt. Du scheinst mir ruhiger!" Ich nickte still und aß weiter. Moment die andere?! Ich versuchte zu fragen aber es kamen nur Laute heraus als sei ich selbst ein Fisch. Der ALte brach in schalendes Gelächter aus. "Das wird schon. Sobald du weiß wie man sie benutzt geht es schnell. Das Reden. Typisch Frau wirst du deinen Mund nicht mehr halten können." Beleidigt hob ich das Kinn, aß noch ein paar bissen gierig und ging dann demonstrativ laut aus der Hütte und zog die Tür hinter mir schwungvoll zu.
Das Licht blendete mich von neuem und ich vergrub wieder mein Gesicht in meinen Händen. Als ich mich an das Licht gewöhnte sah ich, dass die Hütte auf einem Berg stand. Es war mehr ein Hügel und überall war nur Weidefläche zu sehen. Ich kniff die Augen zusammen und sah in der Ferne ein kleines Waldstück. Ich entschied mich dort hin zu gehen.

Kopyright ArtEyeHelga

26.3.15 16:00

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